ZUR SITUATION DER ZEITSCHRIFTEN UND FACHMAGAZINE IN DER CORONA-KRISE
25. März 2020

Starke Informationsnachfrage aber dramatische wirtschaftliche Entwicklung

Österreichs Zeitschriften und Fachmedien leisten mit ihrer Berichterstattung zu COVID-19 einen entscheidenden Informationsbeitrag nicht nur für Fachpublikum sondern auch im Dienste der Allgemeinheit. Das Grundprinzip der sachlichen Information ohne Panikmache stellt für viele Magazin- und Fachverlage eine selbstverständliche Verpflichtung dar. Dieses für unsere Gesellschaft elementare Wirken sowie der wichtige Beitrag, den Zeitschriftenverlage als Informationsdienstleister vermitteln, wurde von Vertretern der Bundesregierung in den letzten Tagen wiederholt erwähnt und gewürdigt.

Die hohe bzw. die deutlich gestiegene Nachfrage und Nutzung der Inhalte auf Websites und Newsletter-Beiträgen österreichischer Zeitschriften und Fachmagazine bestätigen dies in den letzten Tagen eindrucksvoll. Gleichzeitig erleben wir aber auch, dass ein hoher Grad an Desinformation, vor allem über die Sozialen Medien verbreitet, herrscht. Panikreaktionen und Verschwörungstheorien waren die Folge solcher Falschmeldungen.

Wirtschaftlich zeichnet sich ein zur Nutzung gegenläufiges bis dramatisches Bild ab. Zahlreiche Werbekunden stornieren auf Grund der Nichtabsetzbarkeit ihrer Produkte ihre Werbekampagnen und Anzeigenschaltungen. Ebenso schwerwiegend ist der Totalausfall aus dem Geschäftsfeld der Konferenz- und Fachveranstaltungen der Zeitschriftenverlage. Je nach Dauer der Krise ist zudem von einer Verschlechterung der Gesamtsituation auch in den kommenden Monaten auszugehen. Hilfs- bzw. Unterstützungsmaßnahmen seitens der öffentlichen Hand werden zur Aufrechterhaltung der Informations- und Medienvielfalt unabdingbar sein.

Der ÖZV liefert laufend aktuelle Informationen zum Thema Arbeitsrecht und Entschädigungen, welche auf Grund von COVID-19 erlassen wurden.