Spitzenwerte
20. Januar 2026

Mediennutzung und Aufmerksamkeit: Zeitschriften punkten

Eine repräsentative Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse zum Thema Mediennutzung und Aufmerksamkeit hat untersucht, wie aufmerksam sich Rezipientinnen und Rezipienten unterschiedlichen Medien widmen. Folgende Mediengattungen wurden dafür miteinander verglichen: Zeitschriften und Zeitungen in Print bzw. die CrossMediaReach (CMR) – also die kombinierte Reichweite aus Print und Online-Angeboten –, Fernsehen, Radio und Social-Media-Plattformen.
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Zeitschriften weisen dabei im Vergleich mit anderen Mediengattungen die höchsten Werte in Bezug auf Aufmerksamkeit sowie Konzentration auf die Inhalte durch die Nutzerinnen und Nutzer auf.

  • So geben mehr als die Hälfte der Befragten (Print: 50 % bzw. CMR: 56 %) an, dass Zeitschriften und Zeitungen bei der Nutzung ihre ungeteilte Aufmerksamkeit genießen. Zum Vergleich: Bei TV trifft das nur auf 31 % der Befragten zu, bei Social Media auf 17%. Besonders schwach schneidet hierbei Radio ab (13 %).
  • Nur 5 % (Print) bzw. 7 % (CMR) machen neben der Lektüre von Zeitschriften und Zeitungen noch etwas anderes, verrichten etwa Hausarbeit. Besonders hoch ist dieser Multitasking-Wert bei der Radionutzung (71 %).
  • 63 % (Print) bzw. 71 % (CMR) konsumieren Zeitschriften und Zeitungen ganz bewusst und beschäftigen sich währenddessen nicht parallel mit einem weiteren Device wie Smartphone, Tablet oder Notebook (Print: 6 %, CMR: 9 %). Besonders hoch ist der Wert der Parallelnutzung unter den Befragten bei TV (49 %).

 

Durch den ungestörten Fokus auf die Nutzung bleibt den Rezipientinnen und Rezipienten der konsumierte Inhalt länger im Gedächtnis:

  • 61 % (Print) bzw. 69 % (CMR) können sich an die Inhalte in Zeitschriften und Zeitungen sehr gut erinnern; bei Social-Media-Plattformen trifft das im Gegensatz dazu etwa nur auf 23 % der Nutzerinnen und Nutzer zu.
  • 62 % (Print) bzw. 69 % (CMR) geben an, dass sie sich bei der Lektüre besonders auf die Inhalte konzentrieren; nur 18 % bzw. 24 % lassen sich leicht ablenken. Das sind die niedrigsten Werte im Mediengattungsvergleich.
  • Die Nutzung von  Zeitschriften und Zeitungen erfolgt überaus bewusst (Print: 63 % bzw. CMR: 71 %), während das etwa bei Radio und Social Media weniger der Fall ist (19 % bzw. 24 %).

 

Ungeteilte Aufmerksamkeit als Stärke

Die Ergebnisse dieser Erhebung zeigen, dass Zeitschriften überaus bewusst und mit wenig Ablenkung genutzt werden. Im Gegensatz zu den anderen abgefragten Mediengattungen werden Inhalte in  Zeitschriften und Zeitungen mit überdurchschnittlich hoher Aufmerksamkeit konsumiert, den Nutzerinnen und Nutzern bleiben sie dadurch deutlich nachhaltiger im Gedächtnis. Das macht Zeitschriften und Zeitungen zu einem starken Werbeumfeld und wesentlichen Faktor für den Erfolg einer Kommunikationskampagne.